TROCKENÜBUNGEN (ohne Skates) von Alexander Bont
© 2000, Bont Skates Pty
Ltd. Unautorisierte Reproduktionen jeglicher Art (auch in
Auszügen) sind verboten und werden strafrechtlich
verfolgt. 18/1/00. Deutsche Bearbeitung von Michael
Nentwig.
Sogenannte "plyometrische"
und Sprung-Übungen sind der Schlüssel zum Erfolg, um Kraft und
Speed beim Speedskaten auf dem Eis oder auf der Straße zu
erreichen. Im Laufe der Jahre habe ich in vielen Ländern der
Welt mit vielen Trainern gearbeitet und dabei viele
Übungsformen gesammelt. Ich habe in diesem Artikel versucht,
ein Beispielprogramm mit den Übungen zu erstellt, die ich
persönlich am effektivsten empfunden habe. Bitte nehmen Sie
zur Kenntnis, dass das Programm nur als Richtschnur dienen
soll, und dass für jeden Skater ein individuellen
Trainingsprogramm für die persönlichen Bedürfnisse von einem
Trainer erstellt werden muss. Sind Sie außerdem über 40 Jahre
alt, so sollten sie vor dem Programm eine sportärztliche
Untersuchung vornehmen lassen. Trainieren sie nie über ihre
Grenzen hinaus! Sie werden nach den folgenden Übungen
Muskelkater haben. Bitte gehen sie es daher beim erstem Mal
langsam an, und steigern sie sich von Mal zu
Mal.
Die sollten das Programm
1-2 mal pro Woche durchführen. Im Folgenden bedeutet 'Rep'=
Wiederholung einer Übungsform. Ein 'Set' ist eine Anzahl der
gleichen Übungsformen. Machen sie ausreichende Pausen zwischen
den Übungen (1-2 Minuten, oder bis die Herzfrequenz unter 100
gesunken ist) wenn es nicht anders angegeben ist. Sie können
die Bilder unter zum Vergrößern anklicken.
OK, lassen sie uns an die Arbeit
gehen!
Lektion
1 (von 3)
Aufwärmen: 5
Minuten joggen. (Sie werden es morgen bereuen, wenn sie dies
auslassen)
Dehnen:
5 Minuten.
| "Tuck Jumps": Die Knie sollten dabei an
die Brust kommen. Sobald die Füße den Boden berühren,
sollten sie wieder springen!
Sie können die
Bilder zum Vergrößern anklicken. |
Sets: 3
| Anfänger |
Fortgeschrittene |
Profis |
| 10 Reps |
10 Reps |
10 Reps
| |
 |
 |
| "1 Leg Jumps": Beginnen sie mit einem zu
90° gebeugten Bein. Dann springen sie so hoch wie
möglich und landen auf dem anderen Bein. Der freie Fuß
sollte dabei nicht den Boden berühren. Federn sie einmal
in dieser Position mit dem Gewicht auf dem Bein und
springen sie dann wieder in die Ausgangslage zurück.
Achten sie auf eine weiche Landung!
|
Sets:
3
| Anfänger |
Fortgeschrittene |
Profis |
| 12 Reps |
14 Reps |
16 Reps |
| =6 per leg |
=7 per leg |
=8 per leg | |
|
| "Explosive Step": Diese Übung ist sehr
anstrengend. Wenn sie also Knie, Rücken oder
Knöchelprobleme haben, lassen sie sie bitte aus! Suchen
sie sich eine stabile Unterlage (z.B. Kasten), die für
Anfänger etwa Kniehoch sein sollte, für Profis jedoch
bis zu einem Meter hoch (Hüfthoch) sein kann. Stellen
sie sich auf die den Kasten. Der Untergrund unter dem
Kasten sollte hart (also kein Rasen) sein. Machen sie
einen Schritt vom Kasten nach vorne, springen sie also
nicht herunter. In dem Moment, in dem ihre Füße den
Boden berühren springen sie wieder SENKRECHT nach oben
und ziehen dabei den Knie an. Warten sie einige Sekunden
vor dem nächsten Sprung. Diese Übung lässt sich daher
gut abwechselnd mit einer Gruppe machen. Sie sollten vor
einem Sprung nicht zu erschöpft sein, sondern sich
ausgeruht fühlen.
|
Sets:
3
| Anfänger |
Fortgeschrittene |
Profis |
| 8 Reps |
8 Reps |
10 Reps |
|
|
| "Split Jumps": Knien sie sich auf das
linke Bein und stellen das rechte Bein nach vorne an.
Nun springen sie hoch, so dass die Beine die Position
tauschen können. Sobald das neue Knie den Boden berührt,
springen sie wieder. Springen sie auf diese Weise ohne
Pause weiter, bis der Satz vollständig ist.
|
Sets:
3
| Anfänger |
Fortgeschrittene |
Profis |
| 40 Reps |
40-60 Reps |
70-100 Reps |
| =20 per leg |
=20-30 per leg |
=35-50 per
leg | |
|
| "Cross-Overs": Stellen
sie sich in die Ausgangsposition "Skating-Position" (als
Inline-Skater sogar etwas tiefer gebeugt) Stellen sie
ihr linkes Bein so hinter das rechte, also ob sie gerade
übergesetzt wären. Springen sie nun vom rechten Bein
nach links ab, landen auf dem linken Bein und stellen
das rechte Bein nach hinten an. Halten sie ihren Kopf
oben, schauen sie nicht auf den Boden, sondern nach
vorne. Ihre Hüfte sollte gerade bleiben und sich nicht
verdrehen! Lassen sie sich ggf. von einem Partner
korrigieren oder üben sie vor einem Spiegel.
Am Anfang der Saison
sollten sie nach 2 Minuten SCHNELLEN "Cross-Overs" 2
Minuten Pause machen. Wenn sie später in der Saison ihre
Sprintfähigkeit verbessern wollen, dann sollten sie
diese Übung nur 30 Sekunden, aber dafür SO SEHR SIE
KÖNNEN machen und dabei wie der Tasmanische Teufel
aussehen. Für diese Sprints sollten sie sogar noch
tiefer gehen. |
am Anfang der
Saison: Sets: 4-5
| Anfänger |
Fortgeschrittene |
Fortgeschrittene |
| 90 seconds on 120 seconds rest
|
120 seconds on 120 seconds rest |
120 seconds on 120 seconds
rest |
später in der
Saison: Sets: 4-5
| Anfänger |
Fortgeschrittene |
Fortgeschrittene |
| 30 seconds |
30 seconds |
30 seconds |
|
|
| "Sit Ups": "Sit ups" sind sehr wichtig, da
diese Muskulatur den Oberkörper und den Unterkörper
verbinden. Sie halfen ausserdem dem Rücken bei langen
Rennen. Die beste Form von "Sit Ups" ist eine
Kombination von "Crunch" und Heben der Beine zu selben
Zeit. Dies ist so anstrengend, dass sie davon für eine
guten Trainingseffekt nicht hundert Stück machen
müssen.
Legen sie sich auf
den Rücken. Legen sie zur Unterstützung der
Halzwirbelsäule beide Hände an ihren Nacken. Ziehen sie
jedoch auf keinen Fall am Nacken oder Kopf! Heben sie
ihre Beine soweit, dass es so aussieht, als ob sie auf
einem Stuhl sitzen würden. Kreuzen sie die
Unterschenkel. Nun heben sie gleichzeitig ihren Kopf
[Schulterblätter] und ziehen die Knie zum Körper. Die
Bewegung sollte gleichmäßig und langsam sein. Dann
senken sie den Kopf und die Beine wieder in die
Ausgangsposition. |
Sets:
3
| Anfänger |
Fortgeschrittene |
Fortgeschrittene |
| 20 Reps |
40 Reps |
60 Reps |

|
Cool Down: 5
Minuten joggen.
klicken
sie hier für Lektion 2
|